Austausch der Heizungsanlage

§ 10 Absatz 1 EnEV im Wortlaut:
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, ab 2015 nicht mehr betreiben. Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und nach dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betreiben. Die Sätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennleistung weniger als vier Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 13 Absatz 3 Nummer 2 bis 4.

Erläuterungen: (Grafik)
Mit Inkrafttreten der EnEV 2014 wurden die Bestimmungen für den Austausch von Heizkesseln, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden, erweitert. Bisher galt, dass derartige Heizkessel, die vor dem 01.10.1978 eingebaut oder aufgestellt wurden, ausgetauscht werden müssen. Diese Forderung wurde um Heizkessel erweitert, die vor dem 01.01.1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind. Diese dürfen ab 2015 nicht mehr betrieben werden.
Ergänzt wird diese Neuerung mit einer Anforderung an Geräte, die nach dem 01.01.1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind. Diese dürfen nach Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden.

Von der Austauschpflicht nicht betroffen sind vorhandene Heizkessel, wenn es sich um Niedertemperatur-Heizkessel (die kontinuierlich mit einer Eintrittstemperatur von 35 bis 40 Celsius betrieben werden können und in denen es unter bestimmten Voraussetzungen zur Kondensation des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes kommen kann) oder Brennwertkessel handelt sowie heizungstechnische Anlagen, deren Nennwärmeleistung weniger als vier Kilowatt (kW) oder mehr als 400 kW beträgt. Die Ausnahme gilt weiterhin auch für Heizkessel, die für den Betrieb mit Brennstoffen sind, deren Eigenschaften von den marktüblichen flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erheblich abweichen, für Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung sowie für Küchenherde und Geräte, die hauptsächlich zur Beheizung des Raumes, in dem sie eingebaut oder aufgestellt sind, ausgelegt sind, daneben aber auch Warmwasser für die Zentralheizung und für sonstige Gebrauchszwecke liefern.

Auf Grund der Bestimmungen sind die in Neubauten aufgestellten Geräte von der bisherigen Austauschpflicht (noch) nicht betroffen. Geräte mit Festbrennstoffen fallen grundsätzlich nicht unter die Austauschpflicht.